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FUTURE RUINS – Ausstellung im Raskolnikow Dresden

Ausschnitt aus: "Naděje", 2026 Mixed Media auf Leinwand

Ausstellung vom 30. Oktober 2026 bis 10. Dezember 2026

Eine gemeinsame Ausstellung von Marí Emily Bohley und Robert Richter

Eröffnung: Freitag, 30. Oktober 2026, 19 Uhr             

Zeitraum: 30. Oktober 2026 bis 10. Januar 2027

Ort: Galerie Raskolnikow, Böhmische Str. 34, 01099 Dresden 

Öffnungszeiten: Mi-Fr 15-18 / Sa 11-14

Über meine Arbeiten in der Ausstellung

Schichten der Hoffnung
Ruinen sind die Überbleibsel vergangenen Lebens. Welche Ruinen werden in der Zukunft bleiben von dem, was wir heute entscheiden?
In meinen Arbeiten für diese Ausstellung will ich mich der Hoffnung zuwenden, die wir fürs gegenwärtige  Handeln brauchen und stütze mich dabei auf einen Satz des tschechischen Dichters, Denkers, politischen Häftlings und Präsidenten Václav Havel:  
„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgehen wird, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“

Václav Havels eigenes Leben steht exemplarisch für diesen Satz:
Als er unter dem kommunistischen Regime einen Gerichtsprozess erlebte, in dem die Musiker einer Underground-Band für ihre Lebensweise mit Gefängnis bestraft wurden, verfasste er zu ihrer Unterstützung die „Charta 77“. Daraus wurde der Zusammenschluss unterschiedlichster Menschen – Künstler, Priester, Akademiker, Arbeiter, Frauen und Männer. Sie dokumentierten Menschenrechtsverletzungen und unterstützten politisch Verfolgte im eigenen Land. Als Havel dafür selbst mehrfach ins Gefängnis musste, war die Wahrscheinlichkeit, dass er die Haft körperlich nicht überleben würde, sehr viel größer als das, was dann in Wirklichkeit geschah:
Ab dem 7. November 1989 riefen die Demonstranten der Samtenen Revolution: HAVEL NA HRAD (Havel ins Schloss, den traditionellen Sitz des Präsidenten). Am 29. Dezember 1989 wurde Havel zum Präsidenten der Tschechoslowakei gewählt und noch am selben Tag vereidigt.

Die Vielschichtigkeit der Hoffnung übersetze ich visuell mit einer Kombination von Gesso, Acryl, Collage und Gold auf Leinwand.
Der grobe, weiße Kreidegrund (Gesso) gibt Struktur und Tiefe, uneben, rissig, die raue Realität, die Narben des Lebens mit denen unsere Hoffnung klarkommen muss.
In der fragmentierten Collage sind die Worte Naděje / Hoffnung / Hope dreisprachig eingearbeitet. Sprache und Farbschichten überlagern sich.
Mit oft verdeckenden Acrylschichten übermale, lasiere und verberge ich Teile der Collage. Das Spiel aus Transparenz und Dichte steht für Chaos und die Ungewissheit der Zukunft.
Gold bricht als Akzent durch dunkle Acrylschichten oder strahlt auf rauen Gesso-Strukturen. Es reagiert auf Licht und auf den Winkel, aus dem es betrachtet wird. it meinen Arbeiten lade ich die Betrachter ein, ihre eigenen Schichten der Hoffnung zu ergründen.

 „Naděje není přesvědčení, že něco dobře dopadne, ale jistota, že něco má smysl – bez ohledu na to, jak to dopadne.“

 „Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat – egal wie es ausgeht.“

 „Hope is not the conviction that something will turn out well, but the certainty that something makes sense, regardless of how it turns out.“